Gemeinschaftspraxis Dr. Drobik und Dr. de la Chaux

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Merkblatt zur Entfernung der Gaumenmandeln

Liebe Patientin, lieber Patient,

aufgrund Ihrer Beschwerden und des Zustandes Ihrer Gaumenmandeln haben wir Ihnen zur Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie, TE) geraten.
Die häufigsten Gründe für den Eingriff sind:
- chronische Mandelentzündungen und ihre möglichen Folgen
- (z.B. häufige Halsschmerzen, Mundgeruch, Herz- oder Hautkrankheiten)
- bestehende oder abgelaufene Mandelabszesse
- extreme Vergrößerung der Mandeln mit Schluck- und Atemstörungen.

Wie wird die Operation durchgeführt?

In Narkose wird ein Mundspatel zum Offenhalten des Mundes eingesetzt. Über einen Schnitt direkt neben der Mandel wird dann die Außenseite der Gaumenmandel, die sog. Tonsillenkapsel, aufgesucht. Entlang der Kapsel kann jetzt die Mandel von der benachbarten Muskulatur abgeschält werden. Abschließend erfolgt eine sorgfältige Blutstillung.

Welche Gefahren können durch die Operation entstehen?

Normalerweise wird eine Operationswunde mit einem Verband geschützt. Das ist nach einer Mandeloperation natürlich nicht möglich. Schon 6 Stunden nach der OP kann wieder getrunken, gegessen und gesprochen werden. So ist es verständlich, daß in den Tagen nach einer Mandeloperation die Gefahr einer Nachblutung besteht. Aus diesem Grund ist auch eine 6-tägige Überwachung der Patienten auf der Krankenstation vorgeschrieben. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie die Klinik vorher auch auf eigenes Risiko nicht verlassen! Alle anderen Komplikationen (Zahnschäden, Stimmklangveränderungen, Schluck- und Geschmackstörungen) sind extrem seltene Ereignisse. Natürlich ist für einige Tage mit erträglichen Wundschmerzen zu rechnen.

Wie soll ich mich verhalten?

Schon 10 Tage vor dem Eingriff dürfen KEINE SCHMERZMITTEL mehr eingenommen werden, da sie die Blutgerinnung stören können! Nach der Operation darf der Blutdruck nicht unnötig in die Höhe getrieben werden, um eine Nachblutung zu vermeiden. Zwar ist es bald gestattet, das Bett zu verlassen, jede körperliche Anstrengung ist aber strikt zu meiden. Dazu gehört auch, daß baden, duschen und Haare waschen nach der Operation für 10 Tage verboten sind. Außerdem darf die Wunde nicht durch vermeidbare Bewegungen und saure oder scharfe Nahrungsmittel belastet werden. Dazu zählen frisches Obst (auch Bananen od. Tomaten), Säfte und kohlensäurehaltige Getränke. Auch soll die Zahnpflege zunächst ohne Zahncreme und nur im vorderen Mundbereich erfolgen. Gurgeln und Mundwasser, aber auch Kaugummi sind zu meiden. Günstig ist die Einnahme weicher Speisen, in den ersten Tagen vorwiegend Pudding, Joghurt, Eis oder Kartoffelbrei.

Auch nach der Entlassung sollten Sie noch säurehaltige, bröselige oder schwer zu kauende Speisen vermeiden. Bis zur vereinbarten Kontrolluntersuchung müssen Sie sich noch weitgehend zu Hause aufhalten und jegliche körperliche Anstrengung vermeiden. Erst nach dem Kontrolltermin sind Haare waschen, duschen und leichte körperliche Betätigung erlaubt. Bis zur endgültigen Abheilung (ca. 3 Wochen nach Operation) sind Sport oder eine Urlaubsreise nicht möglich.

Sollte nach der Entlassung noch eine Blutung auftreten, ist sicherheitshalber sofort folgendes zu tun: - hinsetzen, evtl. Oberkörper leicht vornüber gebeugt, damit nicht zuviel Blut geschluckt wird; - kaltes, nasses Handtuch in den Nacken legen; - in der Praxis anrufen oder (außerhalb der Sprechstunden) ZUERST im Krankenhaus III. Orden auf Station 1 anrufen (wir werden dann sofort von den Schwestern verständigt) UND DANN selbst auf die Station 1 kommen.

Telefon Praxis: 166 50 55
Telefon Stat. 18: 1795-1318



HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. med. Christian Drobik und Dr. med. Richard de la Chaux
Renatastr. 71 - 80639 München - Tel: 089/1665055 - Nähe Rotkreuzplatz