Gemeinschaftspraxis Dr. Drobik und Dr. de la Chaux

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Merkblatt zur Nasenscheidewand- und Nasenmuschel-Operation

Liebe Patientin, lieber Patient,

aufgrund Ihrer Beschwerden und des Zustandes Ihrer Nasenscheidewand und Nasenmuscheln haben wir Ihnen zur Begradigung der Nasenscheidewand bzw. zur Verkleinerung der Nasenmuscheln geraten.
Die Nasenscheidewand (das Septum) setzt sich hinter dem Nasensteg in die Tiefe fort und trennt das Naseninnere in eine linke und eine rechte Hälfte. Sie kann (unter Umständen sogar an mehreren Stellen in verschiedene Richtungen) verkrümmt sein und so den Platz für die vorbeiströmende Atemluft einengen. Bei den Nasenmuscheln handelt es sich um blutgefüllte Schwellkörper, die die Atemluft erwärmen und befeuchten. Aus häufig nicht feststellbaren Gründen kann die Schwellung dauerhaft stark zunehmen und stören.
Die häufigsten Gründe für Eingriffe an Scheidewand und Muscheln sind:
- ein- od. beidseitig behinderte Nasenatmung, was einen
- Nasentropfen-Mißbrauch oder
- Schnarchen und Schlafapnoen, aber auch
- Nebenhöhlenentzündungen und Kopfschmerzen verursachen
-. bzw. verschlechtern kann.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Der Eingriff wird in Vollnarkose und durch die Nasenlöcher durchgeführt. Über einen Schnitt an der Vorderkante der Scheidewand kann die Schleimhaut vom knorplig-knöchernen Septum abgelöst werden. Die verbogenen Anteile werden nun gerade gerichtet, eventuelle Überschüsse werden entfernt. Dann wird die Schleimhaut wieder an ihren Platz zurückgelegt und dort mit einer Tamponade (die nach 2 Tagen wieder entfernt wird) und häufig auch mit aufgenähten Plastikschienen (die nach 1-2 Wochen wieder entfernt werden) festgehalten. Von den Muscheln wird ein schmaler Gewebestreifen mit der Schere abgeschnitten.

Welche Gefahren können durch die Operation entstehen?

Wegen der Nasentamponade müssen Sie nach der OP zunächst durch den Mund atmen. Beim Entfernen der Tamponade tritt nicht selten für einige Minuten eine Blutung auf, die jedoch nur gelegentlich eine erneute Tamponade oder (extrem selten) eine Blutstillung im OP erfordert. Im weiteren Verlauf kann die Nase durch Schwellungen, Sekrete und Krusten noch für etliche Tage verlegt sein. Sie muß deshalb nachbehandelt und gereinigt werden. Nach einem Monat fühlt sich die Nase üblicherweise wieder normal an.
Manchmal tritt vorübergehend ein Taubheitsgefühl an den beiden oberen Schneidezähnen auf. Selten kommt es zum Bluterguß (noch viel seltener zum Abszeß) zwischen Schleimhaut und Knorpel, der eröffnet werden muß. Auch Lochbildungen in der Nasenscheidewand, Trockenheitsgefühl und die Neigung zur Borkenbildung sind sehr seltene Ereignisse. Extrem seltene Risiken sind äußerliche Veränderungen der Nase (Sattelnase, Einsinken der Nasenspitze), bleibende Riechstörungen oder Verletzungen der Schädelbasis.
Die Erfolgsaussichten sind insgesamt sehr gut. In einigen Fällen kann jedoch beobachtet werden, daß sich die Nasenmuscheln nach einigen Jahren wieder etwas vergrößern.

Wie soll ich mich verhalten?

Schon 10 Tage vor dem Eingriff dürfen KEINE SCHMERZMITTEL mehr eingenommen werden, da sie die Blutgerinnung stören können! Nach der Operation darf der Blutdruck nicht in die Höhe getrieben werden, um eine Nachblutung zu vermeiden. Zwar ist es bald gestattet, das Bett zu verlassen, jede körperliche Anstrengung ist aber strikt zu meiden. Dazu gehört auch, daß baden, duschen und Haare waschen nach der Operation für ca. 5 Tage, bis zum ersten Kontrolltermin in der Praxis, verboten sind. Mit Sport kann rund drei Wochen nach der Operation langsam wieder begonnen werden.



HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. med. Christian Drobik und Dr. med. Richard de la Chaux
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