Gemeinschaftspraxis Dr. Drobik und Dr. de la Chaux

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Merkblatt zur Entfernung der Polypen

Liebe Eltern,

wir haben Ihnen zu einer Entfernung der Polypen (= RACHENMANDEL,
= ADENOIDE) bei Ihrem Kind geraten. Die Polypen sitzen hinter der Nase im sog. Nasenrachen und können besonders bei Kindern stark vergrößert oder chronisch entzündet sein. Folgende Störungen machen dann oft die Operation notwendig:
- Infektanfälligkeit oder sogar Dauerschnupfen
- behinderte Nasenatmung und Schnarchen
- häufige Mittelohrentzündungen oder hartnäckige Mittelohrergösse, die eine Sprachentwicklungsverzögerung oder bleibende Schwerhörigkeit zur Folge haben können.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Bei der Narkoseeinleitung kann ein Elternteil im OP-Saal dabei sein. Der Eingriff erfolgt durch den offenen Mund. Mit einem gebogenen Spezialinstrument können die Polypen aus dem Nasenrachen entfernt werden. Abschließend erfolgt eine sorgfältige Blutstillung.

Welche Gefahren können durch die Operation entstehen?

Für einige Tage besteht nach einer Polypenoperation die Möglichkeit einer Nachblutung. Aus diesem Grund sollte der Patient für eine Nacht auf der Krankenstation überwacht werden. Wenn Sie in der Nähe des Krankenhauses wohnen, können Sie Ihr Kind aber auch daheim beobachten. Alle anderen Risiken (z.B. Zahnschädigungen, vorübergehendes Näseln, Nachwachsen der Polypen) sind extrem seltene Ereignisse. Die Wundschmerzen sind meist gering.

Wie soll ich mich verhalten?

Schon zehn Tage vor dem Eingriff dürfen KEINE SCHMERZMITTEL mehr eingenommen werden, da sie die Blutgerinnung stören können! Um eine Nachblutung zu vermeiden, ist es nach der Operation wichtig, den Blutdruck nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Zwar ist es bald gestattet, das Bett zu verlassen, körperliche Anstrengungen sollten aber vermieden werden. Dazu gehört auch, daß baden, duschen und Haare waschen nach der Operation für 1 Woche verboten sind. Außerdem darf die Wunde nicht durch saure oder scharfe Nahrungsmittel belastet werden. Dazu zählen frisches Obst (auch Bananen u. Tomaten), Obstsäfte und kohlensäurehaltige Getränke. Gurgeln und Kaugummi sind zu meiden, ebenso bröselige oder schwer zu kauende Speisen.

Für eine Woche sollte sich Ihr Kind daheim in Ihrer Nähe aufhalten (kein Kindergartenbesuch!). Bis zur endgültigen Abheilung (ca. 3 Wochen nach der Operation), ist eine Urlaubsreise nicht möglich. Nachblutungen sind extrem selten. Sollte aber tatsächlich eine Blutung auftreten, ist sicherheitshalber sofort folgendes zu tun:
- Kind hinsetzen, evtl. Oberkörper leicht vornüber gebeugt, damit kein Blut
-.nach hinten in die Atemwege laufen kann
- kaltes, nasses Handtuch in den Nacken legen
- in der Praxis anrufen oder (außerhalb der Sprechstunden) ZUERST im Krankenhaus III. Orden auf Station 1 anrufen (wir werden dann sofort von den Schwestern verständigt)
UND DANN mit Ihrem Kind selbst auf die Station 1 kommen.

Telefon Praxis: 166 50 55
Telefon Stat. 18: 1795-1318



HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. med. Christian Drobik und Dr. med. Richard de la Chaux
Renatastr. 71 - 80639 München - Tel: 089/1665055 - Nähe Rotkreuzplatz